Die Geheimnisse des erfolgreichen Konfliktmanagement

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In der heutigen Projektarbeit wird viel Wert auf die Diversität von Projektteams gelegt. Statt einer Gruppe mit homogenen und in einer Disziplin hoch kompetenter Mitarbeiter, entscheiden sich Manager und Teamleiter zunehmend für eine diverse und in ihren Kompetenzen heterogene Gruppe von Mitarbeitern. Agile Projektmanagement Methoden wie Design Thinking verstehen diverse Teams sogar als Teil ihrer Grundprinzipien.

Der Vorteil diverser Teams liegt in breit aufgestellten Kompetenzen, einer Vielzahl kultureller Backgrounds und heterogenen Persönlichkeiten. In dem das Team auf vielen Ebenen voneinander lernen kann, bereichern die Mitarbeiter sich gegenseitig. Der damit einhergehende Lernprozess ist ein Faktor für mehr Mitarbeiterzufriedenheit und Mitarbeitermotivation. Die Stärken der Einzelnen werden weiter gestärkt, gefördert und gefordert, während die Schwächen der Einzelnen von den Stärken anderer kompensiert werden.

Diversität kann eine große Bereicherung sein, aber auch einiges Konfliktpotenzial bieten. Verschiedene fachliche und kulturelle Backgrounds gehen auch mit unterschiedlichen Interessen und unterschiedlichen Arbeits- und Kommunikationsweisen einher. Teammanagement bedeutet deswegen immer öfter auch Konfliktmanagement. Um von dem Potenzial moderner und diverser Teams uneingeschränkt zu profitieren, sollten sich Teamleiter und Manager deshalb im Konfliktmanagement schulen. Je nach Konflikt bieten sich unterschiedliche Maßnahmen an. Um sich mit dem Thema vertraut zu machen haben wir hier eine Übersicht über gängige und leicht integrierbare Methoden des Konfliktmanagements zusammengestellt.

Was ist ein Konflikt?


Um die Methoden des Konfliktmanagements zu kennen, lohnt es sich erst einmal einen Blick auf den Konflikt selbst zu werfen. Einen Konflikt nennt sich die Unvereinbarkeit von Interessen, Zielsetzungen und/oder Wertvorstellungen verschiedener aufeinandertreffender Parteien.  Jeder hat nun wahrscheinlich sein eigenes Bild von Konflikt im Kopf. Konflikte reichen in alle Bereiche des Lebens hinein. Ob man „im Konflikt mit sich selbst“, der Familie oder dem Team steht, Konflikte sind omnipräsent. Die besondere Aufgabe von Teamleitern oder Managern ist es oft, herauszufinden um welche Art von Konflikt es sich in einer Auseinandersetzung im Team handelt. So divers wie Teams, können ihre Konflikte sein.

Ein paar Beispiele für Konflikte in Unternehmen und Teams:

  • Sachkonflikt
  • Beziehungskonflikt
  • Kommunikationskonflikt
  • Ressourcen-/ Verteilungskonflikt
  • Zielkonflikte
  • Wertekonflikte
  • Machtkonflikte

Was ist Konfliktmanagement?


Bei der Unvereinbarkeit, die per Definition im Konflikt liegt, setzt Konfliktmanagement an. Interessen sind meist nur scheinbar unvereinbar. Aufgabe des Konfliktmanagements von Teamleitern und Managern ist es, Maßnahmen und Lösungswege aus dem Konflikt heraus einzuleiten.

Die Ziele vom Konfliktmanagement unterscheiden sich je nach Größe und Stadium des Konflikts. Konfliktmanagement kann das Verhindern des Ausbreitens eines Konfliktes bedeuten. Aber auch, einen Konflikt zu deeskalieren, ihn zu lösen, oder zu Verhindern dass ein bestehender oder vergangener Konflikt eine Beziehung nachhaltig beeinträchtigt. Konfliktmanagement bedeutet deshalb auch, Beziehungen im Team zu managen.

Das Ziel sollte es immer sein, einen Interessenausgleich im Team zu erreichen. Im besten Fall sollte eine Entscheidung getroffen werden, die für beide Konfliktseiten akzeptabel ist. Eine Lösung oder einen Kompromiss mit resultierender Win-Win Situation. Je nach Natur und Größe des Konfliktes, sind dafür unterschiedliche Methoden des Konfliktmanagements notwendig. Diverse Methoden und Strategien eignen sich mehr oder weniger gut für verschiedene Phasen und Arten von Konflikten. Die einfache Kommunikation im Sinne einer Unterhaltung kann genauso große Wirkung erzielen wie die Kommunikation über einen Vermittler oder speziellere Methoden. Für Teamleiter und Manager ist es deshalb wichtig, einige wichtige und grundlegende Methoden des Konfliktmanagements zu kennen. Nur mit diesem Wissen sind sie gewappnet für sich anbahnende und plötzlich auftretende Konflikte, um die Teamarbeit und Mitarbeiterzufriedenheit langfristig zu schützen.

Methoden des Konfliktmanagements, die Teamleiter kennen müssen


Die wichtigste Voraussetzung ist eine offene Kommunikation

Teammanagement und Konfliktmanagement haben eine große Gemeinsamkeit. Ihre wichtigste Voraussetzung ist eine gute Kommunikation. Alle am Konflikt beteiligten Mitarbeiter müssen motiviert und bemüht sein, den Konflikt durch eine offene, ehrliche und wertschätzende Kommunikation zu lösen. Nur wenn diese Bereitschaft gegeben ist, können weitere Maßnahmen zum Konfliktmanagement angegangen werden.

Eine wichtige Aufgabe der Teamleiter ist es deshalb, sicherzustellen, dass im Team stets eine Kommunikationsbereitschaft besteht und Probleme angesprochen werden. Es liegt am Teamleiter, einen Rahmen für eine offene, vertrauensvolle und respektvolle Kommunikation zu schaffen. Nur so können Konfliktpotenziale und Konflikte erkannt und sich anbahnende Konflikte abgewendet werden. Im besten Fall entstehen gar nicht erst zu viele Konflikte.

Konfliktgespräche mit der LEAF Methode

Vor allem, wenn ein Konflikt klein -oder noch klein- ist, eignen sich Konfliktgespräche zum Konfliktmanagement. Mit speziellen Gesprächstechniken lassen sich Konflikte oft auch ohne Vermittler bewältigen. Diese speziellen Techniken sind oft notwendig, wenn unter anderem mangelnde Sozialkompetenzen dafür sorgen, dass kleine Probleme nicht angemessen gelöst werden.

Eine der populärsten, effektivsten und leicht praktikablen Gesprächstechniken bietet die LEAF Methode. Sie beinhaltet folgende Komponenten:

L: Listen – Zuhören

Zuhören klingt einfacher, als es manchmal ist. Gerade in einem Konflikt kocht das Blut manchmal so hoch, dass man nichts mehr hören will. Die eigenen Emotionen spielen oft eine Rolle in Konfliktsituationen. Es liegt in seiner Natur, dass an einem Konflikt nicht nur eine Seite emotional beteiligt ist. Wenn die Konfliktbeteiligten sich gegenseitig zuhören, geben sie einander gegenseitig den Raum, ihre Sichtweisen klar darzulegen.

E: Empathize – Sich hineinversetzen

Hört man einander wirklich offen und wertfrei zu, fällt es oft gar nicht schwer, sich in das gegenüber hineinzuversetzen. Für alles gibt es einen Grund, vor allem für starke Emotionen und verhärtete Fronten. Indem man sich in das gegenüber hineinversetzt, lernt man, es zu verstehen. Wenn beide Seiten dazu bemüht sind, kann offenbart werden, was hinter dem Konflikt steht. Oft sieht die Natur des Konfliktes ganz anders aus, als sie dem ersten Anschein nach wirkt.

A: Apologize – sich entschuldigen

Hört man sich offen und respektvoll zu und probiert man, sich in die Situation des Gegenübers hineinzuversetzen, ist man auf einem guten Weg, das Problem greifen zu können. Wenn sich beide Konfliktparteien mit Wohlwollen und Respekt begegnen, ist es möglich, dass eine oder sogar beide Seiten einsehen, dass das Problem den Konflikt nicht wert war. Dann ist es angebracht, dass sich entschuldigt wird. Für den einen oder anderen mag Entschuldigung ein Zeichen von Schwäche bedeuten. Das ist es aber auf keinen Fall. Eine Entschuldigung ist ein Zeichen von Größe und dem Willen zur Selbstkritik. Irren ist menschlich und eine Entschuldigung eine große Geste.

F: Fix – reparieren

Mit dem Erkennen der wahren Natur eines Konfliktes ist schon viel getan. Zum Reparieren des Konfliktes reicht eine Entschuldigung manchmal leider nicht aus. Je nachdem, in welchem Bereich und Stadium der Konflikt sich befindet, könnte sich anbieten, verschiedene Maßnahmen einzuleiten. Wenn das nicht so klar ist, kann es hilfreich sein, einen Schritt auf das gegenüber zuzugehen und nach Werkzeugen zum Reparieren zu fragen.

Handshake

Das KULT-Modell

Eine Methode zur systematischen Konfliktbewältigung bietet das KULT-Modell. Es kann als Gesprächstechnik zwischen den Konfliktparteien oder von einem Vermittler genutzt werden. KULT folgt vier Schritten um eine bestehende Konfliktsituation möglichst effizient und effektiv anzugehen.

Dafür steht KULT:

K: Klärung

Es sollte also erst einmal geklärt werden, wie genau der Konflikt aussieht. Fragen, die sich die Konfliktbeteiligten stellen sollten, sind:

  • Welcher Konflikt liegt vor?
  • Welche Themen spielen eine Rolle im Konflikt?
  • Was ist der Konfliktgegenstand?

Bei komplexeren Konflikten:

  • Welcher Konflikt sollte zuerst bearbeitet werden?

U: Ursachen

Nachdem ein Überblick über die Ausmaße des Konfliktes geschaffen wurde, sollte sich gefragt werden, wie er überhaupt entstanden ist. Mithilfe dieser Fragen kann die vorliegende Situation analysiert werden:

  • Auf was kann der Konflikt zurückgeführt werden?
  • Welche objektiven Daten und Fakten liegen dem Problem zugrunde?
  • Welche Emotionen spielen eine Rolle im Konflikt?

L: Lösung

Ist der Konflikt erst einmal analysiert, kann seine Lösung angegangen werden. Welcher Weg dazu der richtige ist, kann so herausgefunden werden:

  • Sammeln von Ideen zur Konfliktlösung
  • Bewertung der Bewältigungsideen
  • Erstellen eines Umsetzungsplans

T: Transfer

Die Idee ist das eine, die Umsetzung etwas anderes. Mit dem Finden einer Lösung ist der Konflikt deshalb noch nicht bewältigt. Es muss nun sichergestellt werden, dass der Umsetzungsplan auch praktisch durchgeführt wird. Nur so kann die Nachhaltigkeit der Konfliktlösung garantiert werden.

Die Harvard Methode

Konfliktmanagement ist kein Pokerspiel. Teamleiter sollten nicht anstreben, Gewinner oder Verlierer eines Konfliktes auszumachen. Das Harvard-Konzept, eine der bekanntesten Methoden des Konfliktmanagements hat das genaue Gegenteil zum Ziel. Seine originale Benennung lautete „Getting to Yes“. Das Ziel der Methode ist ein „Ja“ auf beiden Seiten: Die Win-Win-Situation.

Die Methode fußt auf vier Grundsätzen, mit denen Konflikte konstruktiv gelöst und Verhandlungen erfolgreich geführt werden.

1. Getrennte Betrachtung von Mensch und Problem

Emotionen verbauen oft den Blick auf eine Lösung. Werden die am Konflikt beteiligten Emotionen beider Parteien identifiziert, können sie vom Problem getrennt werden. So kann erörtert werden, warum ein Problem besteht.

2. Verhandlung von Interessen statt Positionen

Positionen werden durch Interessen bestimmt. Warum bestehen Positionen? Die dahinterliegenden Interessen zu erkennen und zwischen ihnen zu verhandeln ist zufriedenstellend. Nur zwischen Positionen zu verhandeln ist für beide Seiten unbefriedigend.

3. Die Lösungsoptionen müssen für beide Seiten von Vorteil sein

Nach der Klärung des wirklichen Konfliktgegenstands und der Trennung von Interessen und Positionen, ist es möglich, Lösungsoptionen zu finden. Als wirkliche Optionen gelten nur die Vorschläge, die für beide Seiten von Vorteil sind und eine Win-Win-Situation ermöglichen.

4. Das Ergebnis des Prozesses wird von beiden Seiten als fair und neutral anerkannt

Um eine Entscheidung als fair und neutral anzuerkennen, sollte sie unter objektiven Kriterien beurteilt werden. Je nachdem kann es sich um wissenschaftliche Erkenntnisse, gesetzliche Regelungen oder moralische Regelungen handeln.

Mediation

Die bisher genannten Verfahren lassen sich gut von den Konfliktparteien durchführen. Wenn der Konflikt groß ist und die beteiligten Fronten verhärtet, bietet es sich an, einen Vermittler ins Boot zu holen. Dazu müssen alle Beteiligten dem Schlichtungsverfahren mit Mediator freiwillig zustimmen.

Der Mediator…

  • verpflichtet sich zur Überparteilichkeit
  • äußert neutrale Aussprüche statt Entscheidungen
  • bietet eine Unterstützung zur Lösungsfindung
  • bietet Hilfe zur Selbsthilfe statt vorgefertigter Ratschläge

Supervision

Während die Mediation sich vor allem bei akuten Konflikten und solchen mit verhärteten Fronten anbietet, stellt die Supervision eine gute Methode der Konfliktbewältigung struktureller Probleme dar. Um zu erkennen, dass strukturelle Probleme dem Konflikt zugrunde liegen, sollte einer Supervision zum Beispiel die LEAF-Methode vorangehen.

Mit einem Supervisor können dann Interaktionen und Verhaltensmuster, die in einem Team oder einer Organisation mitunter schon lange bestehen, analysiert werden. Sind die strukturellen Probleme offenbart, kann die Beseitigung des Konfliktes angegangen werden.

Der Prozess der Supervision:

  • konkrete Situationen werden ausführlich und systematisch reflektiert
  • das Innenleben der konfliktbeteiligten wird analysiert
  • Die Motive der beteiligten werden transparent gemacht
  • Statt zu mediieren arbeitet der Supervisor mit und berät die Konfliktbeteiligten bzw. die Organisation aktiv

Rollenspiele und Übungen

Eine etwas alternative und doch sehr effektive Methode des Konfliktmanagements stellen Rollenspiele dar. Wie die bisher präsentierten Methoden zeigen, geht es im Konfliktmanagement oft darum, erst einmal zu verstehen, was dem Konflikt zugrunde liegt. Welche Emotionen und Interessen sind im Konflikt involviert? Welches Ausmaß hat der Konflikt? Rollenspiele können bei der Konfliktanalyse eine große Hilfe sein. Sie helfen, sich über die Rollen im Team, einschließlich der eigenen, bewusst zu werden. Und so auch über die Rollenverteilung im Konflikt.

Mit der Methode des Perspektivwechsels kann jede Rolle und Position im Konflikt einmal eingenommen werden, um deren Positionen nachempfinden zu können. Probleme mal von einer anderen Seite aus zu betrachten kann schnell neue Lösungswege aufzeigen.

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Fazit: Konfliktmanagement betreiben – schlimme Konsequenzen abwehren


Konfliktmanagement erscheint manch einem als ein aufwendiges Unterfangen. Teammanager sollten sich allerdings immer bewusst sein, dass die unbearbeiteten Konsequenzen von Konflikten große Gefahren für ein Team bedeuten können. Und damit für die ganze Organisation. Die aus Konflikten entstehenden Zerwürfnisse schaden dem Teamzusammenhalt, der Mitarbeiterzufriedenheit und der Mitarbeitermotivation nachhaltig. So kann der Produktivität und Effektivität des ganzen Unternehmens geschadet werden.

Teammanager sollten sich bewusst sein, dass Konflikte sind nichts Schlechtes sind. Indem in einem Team diverse Menschen sind, und das sind sie immer, besteht das Team aus diversen Interessen und Positionen. Konflikte bedeuten oft nur eine scheinbare Unvereinbarkeit von Interessen. Indem das Team zusammenhält und sich mit dem Unternehmen identifiziert, hat es trotz seiner Diversität einen großen gemeinsamen Nenner. Konfliktmanagement bedeutet, stets den gemeinsamen Nenner bei Konflikten zwischen Mitarbeitern zu finden. So ist Konfliktmanagement das ultimative Werkzeug, um das Potenzial eines diversen Teams optimal zu nutzen.

Damit sich in diversen Teams alle bestmöglich auf ihre Stärken konzentrieren können, bietet TimeTrack die perfekte Unterstützung. Die Zeitmanagement-Software lässt kompetente Mitarbeiter ihre wichtige Arbeit erledigen, während die App die Arbeitsprozesse im Hintergrund automatisch erfasst. Erfahren Sie mehr über TimeTrack und probieren Sie es jetzt in der zweiwöchigen Probeversion aus!

Multiprojektmanagement: So meistern Sie mehrere Projekte parallel

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Unsere Zeit ist geprägt von ihrer Schnelllebigkeit. Dinge müssen schnell, effizient und effektiv gelöst werden. Im beruflichen-, sowie im privaten Kontext reicht es mitunter nicht mehr, Dinge schnell hintereinander zu machen. Aufgaben und Tätigkeiten müssen am besten gleichzeitig erledigt werden. Der Begriff des Multitasking ist lange schon Bestandteil unserer täglichen Sprache. Auch die Welt des Projektmanagements sieht sich zunehmend mit der Anforderung, mehrere Projekte gleichzeitig zu jonglieren konfrontiert. Projektleiter und Projektmanager wissen mitunter nicht, dass diese Herausforderung einen Namen hat. Er lautet Multiprojektmanagement. Wenn Dinge einen Namen haben, sind sie oft leichter zu handhaben.

Lesen Sie hier, was man unter Multiprojektmanagement genau versteht, welche Herausforderungen es birgt und vor allem, wie sie zu meistern sind.

Das bedeutet Multiprojektmanagement


MPM (Multiprojektmanagement) ist der Begriff für die gleichzeitige Planung und Steuerung mehrerer, auch voneinander unabhängiger, Projekte. Kurz gesagt: Das Projektmanagement mehrerer Projekte gleichzeitig.

Multiprojektmanagement betrifft also, ebenso wie ‚einfaches‘ Projektmanagement die Projektplanung, Projektdurchführung, Projektverfolgung und die Projektauswertung. Im Multiprojektmanagement müssen diese Prozesse nur mehrfach und nebeneinander laufen. Auch hier müssen zum Beispiel Soll-Ist-Vergleiche angestellt, Projektmethoden angewendet und Prozesse ausgewertet werden.

Man kann sich schnell vorstellen, mit welcher Steigerung der Komplexität der Anforderungen an Projektmanager das einhergeht. Im Multiprojektmanagement werden Aufgaben nicht nur aneinandergereiht und nacheinander abgearbeitet. Es ist oft schon anspruchsvoll genug, ein Projekt erfolgreich zu managen, seinen Anforderungen und denen des Teams gerecht zu werden. Bei mehreren (parallelen) Projekten steigt die Komplexität. Jedes der mitunter sehr heterogenen Projekte hat seine ganz eigenen Anforderungen, denen sich Projektmanager bewusst und mächtig fühlen müssen.

Multiprojektmanagement kann also als ein Managementansatz mit eigenen Organisationsstrukturen, Methoden und Prozessen verstanden werden. Es birgt besondere Aufgaben, die durch spezielle Methoden und Werkzeuge zum erfolgreichen Gelingen unterstützt werden.

Diese Risiken und Herausforderungen birgt Multiprojektmanagement


Von Projekt zu Projekt und Projektphase stellen sich dem Projektmanagement verschiedene Herausforderungen.

Fehlender Überblick und Schlechtes Monitoring

Nicht nur während der Projektplanung, sondern auch während der Projektverfolgung ist es wichtig, stets den Überblick über seine Projekte zu behalten. Damit ist zum einen der Überblick der anstehenden Aufgaben gemeint. Zum anderen aber auch der Überblick über die bestehenden und verbleibenden zeitlichen, finanziellen und personellen Ressourcen.

Multiprojektmanagement birgt das Risiko des mangelnden Überblicks und schlechten Monitorings. In der Projektauswertung kann einem das fehlende Monitoring während der Projektverfolgung gerne mal auf die Füße fallen.

Schlechte Kommunikation

Kommunikation ist auf viele Ebenen ein Schlüssel für erfolgreiches Projektmanagement. Auf Ebenen des Multiprojektmanagements ist sie umso wichtiger. Aber auch umso herausfordernder. Statt der Prozesse eines Projektes müssen mehrere Prozesse kommuniziert werden. Das kann ganz schön unübersichtlich werden.

Abhängigkeiten werden nicht berücksichtigt

Werden in einem Unternehmen gleichzeitig verschiedene Projekte gemanagt heißt das oft, dass sie in Abhängigkeit zueinanderstehen. Die Projekte eines Unternehmens bedienen sich schließlich oft der gleichen Ressourcen. Auch die Themenbereiche werden oft in einem Projektprogramm zusammengeführt. Diese Abhängigkeiten zu erkennen und zu berücksichtigen ist wichtig, um effizient und Ressourcensparend zu arbeiten. Abhängigkeiten berücksichtigen kann vor Doppelarbeit schützen.

Setzen falscher Prioritäten und Ressourcenmangel

Im Risiko der fehlenden Übersicht im Multiprojektmanagement steckt eine weitere Gefahr. Haben Projektleiter eine mangelnde Übersicht, laufen sie Gefahr, Prioritäten falsch zu setzen. Das Risiko ist offensichtlich. Falsche Priorisierungen gehen oft mit einer schlechten Ressourcenverteilung einher und resultieren in Projektkonflikten.

So gelingt Multiprojektmanagement


So wie es für „einfaches“ Projektmanagement bestimmte Strategien zum erfolgreichen Management gibt, gibt es auch Multiprojektmanagement Strategien. Egal ob traditionelles, agiles oder hybrides Projektmanagement, bestimmte einfach zu implementierenden Methoden und Strategien können die besonderen Herausforderungen der Multiprojektarbeit überwinden. Wie man anhand der genannten Risiken gut erkennt, ist Organisation hier alles. Je mehr Projekte nebeneinander durchgeführt werden, umso wichtiger ist ihre Organisation und Koordination.

Hier sind sechs wichtige Tipps, wie Multiprojektmanagement gelingt.

1. Analyse von Abhängigkeiten zwischen Projekten

Parallellaufende Projekte eines Unternehmens stehen oft in Abhängigkeit zueinander. Sie können sich gegenseitig sowohl Input, als auch Resultate liefern. Um erfolgreiches Multiprojektmanagement zu betreiben ist es daher wichtig, die Abhängigkeiten zwischen Projekten zu analysieren. Methoden zur Identifikation von Abhängigkeiten und deren Bedeutung und Folgen können folgende sein:

Projektprogramme

In Listen können die Projekte, die unter einem Thema gefasst werden oder zu einem Unternehmensziel beitragen sollen, zusammengetragen werden. So lassen sich schnell Abhängigkeiten zwischen Projekten erkennen.

Projektmatrix

In einer Liste der Projekte werden die Abhängigkeiten bewertet. Die Punktwerte lassen sich in einer Matrix darstellen und Abhängigkeiten zwischen den Projekten erkennen.

Input-Output Analyse

Die Anforderungen an jedes Projekt bezeichnen ihren Input. In einem Output werden alle Projektergebnisse aus dem Input zusammengefasst. Bildet man alle Inputs, Outputs verschiedener Projekte ab, lässt sich aufzeigen, welche Projekte Input von anderen Projekten benötigen und welche Output für andere bereitstellen.

Roadmapping

Roadmapping bezeichnet die langfristige Abbildung der Reihenfolge von gleichzeitigen Projekten in unterschiedlichen Bereichen des Unternehmens oder der Organsiation.

Strategy Map

In einer Strategy Map können Projekte mit den übergeordneten Unternehmenszielen und Unternehmensstrategien verknüpft werden. Eine Strategy Map kann für alle möglichen Unternehmensbereiche von Kundenorientierung bis hin zum Finanzwesen erstellt werden.

2. Synergien entdecken und nutzen

Synergien zu nutzen bedeutet, aus den Ergebnissen und Erfahrungen anderer Projekte zu lernen. Lessons Learned etwa, hat sich als effiziente Methode herausgestellt, Erfahrungen aus Projekten ausreichend zu generalisieren, um sie auf andere Projekte zu übertragen.

Indem Erfahrungen projektübergreifend zusammengetragen werden und Austausch zwischen den Projekten gefördert wird, kann ein großer Schritt hin zur Meisterung des Multiprojektmanagements gegangen werden.

3. Bewertung und Priorisierung von Projekten

Ressourcen sind endlich. Oft können nicht allen parallellaufenden Projekten die gleichen Ressourcen zur Verfügung gestellt werden. Projekte müssen in der Ressourcenverteilung hierarchisiert werden. Sie müssen einer Bewertung unterzogen werden um anschließend eine Priorisierung hervorzubringen.

Fragen die gestellt werden müssen sind:

  • Für welches Projekt lohnt sich welches Investment?
  • Welchen Beitrag liefern die Projekte zum Unternehmensziel?
  • Ist eine Erfolg bringende Umsetzung des Projekts möglich?

4. Geeignete Softwares verwenden

Für einige Projektmanager ist die Projektmanagement Software der Wahl immer noch Excel. Warum Excel für das Projektmanagement generell die falsche Wahl ist, lässt sich anhand einiger Punkte schnell erkennen. Die Fehleranfälligkeit, Unübersichtlichkeit und Aufwändigkeit der Projektverfolgung durch Excel haben andere Projektmanagement Softwares und -Tools schon lange überwunden. Auch, wenn es das in bestimmten Zeiten einmal war, ist Excel den Herausforderungen des modernen Projektmanagements nicht mehr gewachsen. Geschweige den Herausforderungen des Multiprojektmanagements.

Moderne Projektmanagement Softwares sollten die erste Wahl im Projektmanagement sein. Die Software TimeTrack ermöglicht es, auch mehrere parallellaufende Projekte zu überblicken, zu organisieren und zu koordinieren. Von Projektplanung über Projektverlauf bis hin zum Projektabschluss. Die in der Projektplanung festgelegten Aufgaben, Ressourcen und Zeiten können mit TimeTrack über den gesamten Projektverlauf überblickt werden.

Projektzeiterfassung Projektverfolgung

TimeTrack – Projektverfolgung

Während Excel den Ressourcenstand jedes Projektes einzeln abbildet, ermöglicht TimeTrack ihre Gegenüberstellung. Projektfortschritte können überblickt werden und Soll/ Ist Vergleiche deuten nicht nur auf den Stand eines Projektes hin, sondern auch auf seine Effizienz. So unterstützt TimeTrack Projektmanager und Teammitglieder gleichzeitig in der Bewältigung mehrerer Herausforderungen. Es hilft sowohl bei der Übersicht der Aufgaben sowie dem kontinuierlichen Monitoring, der Beachtung der Ressourcenverteilung, als auch der Priorisierung von Projekten. TimeTrack und andere Projektmanagement Softwares bieten zeitsparende, automatisierte und übersichtliche Möglichkeiten des effizienten Multiprojektmanagements.

5. Weitere Werkzeuge für das Multiprojektmanagement

Für das erfolgreiche Multiprojektmanagement können ein paar weitere kleine Methoden und Tools helfen. Projektkonzepte helfen, von Anfang allen parallel laufenden Projekten einen klaren Rahmen zu geben. Entscheidungsvorlagen können Projektmanager dabei unterstützen, schnell und effizient Entscheidungen zu treffen.

Zu guter Letzt ist noch das Project Management Office (PMO) zu nennen. Bei der Organisation und Koordination mehrere Projekte steigen Projektvolumen und Projektkomplexität. Eine übergeordnete Instanz ist sehr hilfreich, um nicht den Überblick und den Kopf zu verlieren.

Fazit


Im Multiprojektmanagement werden Projektmanager mit ähnlichen Herausforderungen konfrontiert wie im „einfachen“ Projektmanagement. Die Komplexität der Projektverfolgungen ist allerdings deutlich höher. Zum Glück gibt es auch hier Projektmanagement Strategien, mit denen sich die anstehenden Herausforderungen meistern lassen. Eine der Grundvoraussetzung jedes Projektmanagements ist und bleibt die richtige Projektmanagement Software. Sie ist das Werkzeug, ohne das kein noch so guter Projektmanagement Plan durchgeführt und abgeschlossen werden kann.

TimeTrack bietet die optimale Unterstützung zum Multiprojektmanagement. Prozesse mehrerer Projekte können parallel abgebildet, verfolgt und ausgewertet werden. Probieren Sie Multiprojektmanagement mit TimeTrack aus. Am besten jetzt gleich! Laden Sie sich einfach die kostenfreie, zweiwöchige Probeversion herunter und überzeugen Sie sich selbst.

Lessons Learned: So ziehen Sie Nutzen aus Ihren Fehlern

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Aus Fehlern lernt man – freiwillig oder unfreiwillig. Das aus Fehlern im Projektmanagement gewonnene Wissen in die Durchführung neuer Projekte zu implementieren ist allerdings noch nicht wirklich Gang und Gäbe. Oft fehlt ein Verständnis für die Operationalisierung der gewonnen Einsichten, um in Zukunft Fehler zu vermeiden. Jedes Mal, wenn ein Budget gesprengt, oder einer Deadline nicht nachgekommen wird, leidet das Image des Unternehmens. Sich wiederholende Fehler sind ein Zeichen für sehr schlechtes Projektmanagement. Auch die Motivation der Mitarbeiter leidet darunter.

Fehler zu wiederholen ist zu vermeiden. In der Welt des Projektmanagements haben sich in letzter Zeit einige Methoden entwickelt, aus Fehlern zu lernen und die gewonnenen Erkenntnisse auch zu nutzen. Agile Projektmanagement Methoden wie Design Thinking etwa bauen sogar auf einer positiven Fehlerkultur. Sie sehen Fehler als Chance. „Gewisse Fehler macht man nur einmal“, sagt man. Ein Prozess, der das garantiert und Fehler darüber hinaus maximal für den Projekterfolg zu nutzen weiß, ist Lessons Learned. Lesen Sie hier, wie Sie mit Lessons Learned schon während der Arbeit am Projekt selbst lernen und die Wiederholung von Fehlern auf jeden Fall vermeiden.

Bedeutung Lessons Learned


Mehr als die reine Übersetzung in „gewonnene Erkenntnisse„, umfassen Lessons Learned alles Wissen und alle Erfahrungen aus der Arbeit an einem Projekt sowie die Dokumentation all dessen. Und das schon während der Durchführung des Projekts. Lessons Learned können sowohl aus positiven wie negativen Erfahrungen während des Projektverlaufs gewonnen werden. Sie umfassen sowohl Risiken als auch Verbesserungsmöglichkeiten der Projektarbeit und können sich auf das Projektmanagement und den Projektgegenstand beziehen. Der Prozess und die Methode von Lessons Learned reicht vom Einrichten des Wissensmanagements bis hin zum organisierten Verwenden der durch den Prozess gewonnenen Erfahrungswerte, die für andere nutzbar gemacht werden.

Die Merkmale einer Lesson Learned


  • Eine Lesson Learned beruht immer auf einer praktischen Erfahrung
  • Lessons Learned werden nie theoretisch abgeleitet
  • Lessons Learned haben einen hohen Nutzen
  • Der Kontext bestimmt den Wert einer Lesson Learned
  • Lessons Learned eines Projektes sind allgemein genug, um auch in anderen Kontexten einen Wert zu haben

 

Beispiele für Lessons Learned


Um zu verdeutlichen, was eine Lesson Learned alles sein kann, sollen hier ein paar Beispiele dienen.

  • Gewonnene Erkenntnisse über Risiken:

Welche Risiken birgt ein Projekt und wie groß sind ihre Eintrittswahrscheinlichkeiten? Was wären ihre Konsequenzen? Wie bewältigt man sie?  Die Klärung dieser Fragen kann vor den Risiken eines kommenden Projektes schützen.

Wie effizient sind Entscheidungsprozesse von der Bühne gegangen? Wie effizient sind Ressourcen eingesetzt wurden? Welchen Beitrag leisteten Projektmanagement Softwares und Projektmanagement Methoden zur Effizienzsteigerung der Projektarbeit? Die Beobachtung der Effizienz in einem Projekt kann eine Lesson Learned für ein kommendes Projekt sein.

Schon während der Projektdurchführung Erkenntnisse gewinnen


Um aus einem Projekt Erkenntnisse für ein kommendes zu gewinnen, ist es möglich in seinem Team nach Projektabschluss einen Lessons Learned Workshop durchzuführen. Das wäre nur sehr schade. Schließlich ist es hilfreich, schon während des Projekts und vor allem am Projekt zu lernen. Gewonnene Erkenntnisse sollte man dann festhalten, wenn sie entstanden sind. Frische und lebendige Erkenntnisse sind am aussagekräftigsten und bieten das größte Lernpotenzial. Bevor ihr Eindruck verfliegt, sollten sie festgehalten und in den Lessons Learned Prozess eingegliedert werden. Die Summe der einzelnen Erfahrungen ist in der Projektarbeit diesbezüglich aussagekräftiger als das große Ganze. Die einzelnen Erfahrungen zusammen ergeben ein eindrückliches Muster, das man in kommende Projektarbeit mitnehmen kann.

Den Lessons Learned Prozess schon am Projekt durchzuführen heißt auch, die gewonnenen Erkenntnisse schon für das aktuelle Projekt nutzbar zu machen.

Praktisch heißt das folgendes. Während der Projektdurchführung werden die gewonnenen Erkenntnisse, also die Lessons Learned, in einem Erfahrungsprotokoll, dem Lessons Learned Log, fortlaufend erfasst. Wirklich systematisch werden die Erfahrungen erst nach Projektabschluss für eine Anwendung zugänglich gemacht. Wird dieses Lessons Learned Log allerdings schon während der Bearbeitung einsehbar gemacht, ist es möglich schon während des Projektes von Fehlern am Projekt zu lernen.

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Die Schritte im Lessons Learned Prozess


Erkenntnisse gewinnen und dokumentieren klingt nach einem intuitiven Prozess. Tatsächlich läuft der Lessons Learned Prozess allerdings nach einem Schema ab. Der Prozess wird in fünf grobe Schritte eingeteilt.

1. Identifizierung von Erfahrung

In dieser ersten Phase soll das Team kleine und große Gewinne und Niederlagen im Projekt bewusst wahrnehmen und erfassen. In der täglichen Projektarbeit sollen sich die einzelnen Teammitglieder also bewusste Zeit zur Reflexion über ihren Arbeitsfortschritt nehmen. Am besten planen sie diese Zeit der Reflexion in ihrem Kalender ein. Es mag einem manchmal vorkommen, als wäre am Tag nichts Besonderes passiert. Nimmt man sich aber die Zeit, nochmal in sich zu gehen und das Geschehene zu reflektieren, fallen einem doch oft ein paar Dinge auf, die man als positive oder negative Erfahrung identifizieren kann.

2. Dokumentation, Analyse und Bewertung der gesammelten Erfahrungen

Nachdem Erfahrung als solche erkannt und kurz erfasst wurde, geht es nun darum, sie zu dokumentieren und ihr einen bestimmten Wert zuzuschreiben. Solange die Erfahrung frisch ist, sollten Mitarbeiter sie zu Wort bringen. Nur so ist garantiert, dass die Erfahrung nicht in Vergessenheit gerät unter all den noch kommenden Eindrücken der Projektarbeit. Oft kommt einem ein bestimmtes Urteil über eine Situation nicht mehr valide vor, wenn es von anderen Erfahrungen überlagert wird. Im Lessons Learned Prozess ist es allerdings wichtig, alle gemachte positive oder negative Erfahrung zu dokumentieren und sie erst mal als vollwertig zu sehen. Im Kontext mit den anderen Erfahrungen können sich Lessons immer noch als mehr oder weniger wertvoll herausstellen.

Das Lessons Learned Log als zentrales Werkzeug im Prozess

Diese Dokumentation der Erfahrungen sollte in einem Lessons Learned Log passieren. Das Log ist das zentrale, säuberlich gepflegte Arbeitswerkzeug im Lessons Learned Prozess.

Unter laufender Nummerierung werden die Lessons Learned folgendermaßen dokumentiert:

  • Zeit
  • Autor des Eintrags
  • Die zuzuordnende Kategorie (Kontext dem die Erfahrung zuzuordnen ist)
  • Ereignis
  • Grund für Ereignis
  • Konsequenzen des Ereignisses
  • Reaktionen auf das Ereignis
  • Bewertung des Ereignisses
  • Lesson Learned
  • Schlagworte

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Die frisch erfassten Erfahrungen und Ereignisse lassen sich mit dieser Form der Dokumentation so frisch und unverfälscht wie möglich festhalten. In der Retrospektive der Ergebnisse der Projektarbeit lassen sich die Erfahrungen gut in einen Kontext einbetten und stehen niemals als isolierte Erfahrungen da.

3. Zugänglichmachen der dokumentierten Erfahrungswerte für potentielle Anwender

Erfahrung bringt niemandem etwas, wenn sie nicht angewendet wird. Nachdem das Lessons Learned Log die Erfahrungen systematisch erfasst hat, geht es nun darum, die Erfahrungen für kommende Projektarbeit nutzbar zu machen. Egal ob die zukünftigen Anwender der Lessons Learned das bestehende Projektteam oder ein anderes ist, sie müssen in einer leicht recherchierbaren Form zugänglich gemacht werden. Am besten passiert das, indem eine zentrale Ablage für alle Lessons Learned der gesamten Organisation besteht und für alle Mitarbeiter zugänglich gemacht wird. Die Datenbank kann auf verschiedenen Softwares erstellt werden. Ein Organisationsinternes Wiki, welches für das Intranet zugänglich gemacht wird ist eine mögliche Lösung.

Eine andere Form, die gemachten Erfahrungen anderen Projekten zugänglich zu machen ist, sie in regelmäßigen Lessons Learned Sessions zu kommunizieren. In Besprechungen können die dokumentierten und analysierten Erfahrungswerte am besten übermittelt werden. Auf Rückfragen und Details kann so viel besser eingegangen werden, als wenn die Lessons nur im Intranet zu finden sind.  Was lief gut? Was schlecht? Was ist verbesserungswürdig? Die Antworten lebendig erzählt zu bekommen ist eine viel authentischere Weise der Wissensvermittlung.

4. Aktive Informierung der Anwender über neue Lessons Learned

Je nach Wertigkeit der Lessons Learned ist es wichtig, aktiv ihre Anwender zu informieren. Natürlich ist es von Vorteil, möglichst vielen Anwendern eine Lesson Learned zugänglich zu machen. Das kann neben dem organisationsinternen Intranet auch auf öffentlichen Wegen passieren. Ein Credo des Lessons Learned Prozesses ist es, Erfahrungen möglichst so weit zu generalisieren, dass sie möglichst oft nutzbar sind. Je nachdem wie generalisiert eine Erfahrung ist, umso vielfältiger kann sie genutzt werden.

5. Die Anwendung der Lessons Learned

Die anschließende Anwendung der Lessons Learned in einem weiteren Projekt stellt nun gleichzeitig den Anfang wie das Ende des Prozesses dar. Die als solche identifizierten, dokumentierten, analysierten, bewerteten und vermittelten Lessons Learned dienen als Unterstützung zu einer verbesserten Projektarbeit. In ihrer Anwendung stellt sich auch heraus, wie weit sie generalisiert wurden, um für andere Anwendungsbereiche zu dienen. Das Ende des Lessons Learned Prozesses ist gewissermaßen auch sein Anfang. Erfahrungen können immer weiter verbessert, generalisiert oder spezifiziert werden und damit bessere Lessons Learned darstellen.

Fazit


Falls Sie nun denken, Der Lessons Learned Prozess sei viel zu aufwendig: Denken Sie daran, wieviel Mehraufwand ein Fehler kosten kann. Manche Fehler macht man am besten nur einmal. Der Lessons Learned Prozess hilft dabei, das auch sicherzustellen.

Die Dokumentation aller Erfahrungen, sobald man sie macht, lässt einen frischen und unverfälschten Eindruck des Geschehens zurück. Die Einbettung in einen größeren Kontext hilft jedoch erst dabei, die Erfahrung zu generalisieren und sie für kommende Projektarbeit nutzbar zu machen.

Um einen Überblick über alle Prozesse im Projekt zu haben, bietet sich auch die Verwendung einer Software wie TimeTrack an. Als Komplementär zu den individuellen Erfahrungen des Lessons Learned Prozesses, bildet TimeTrack alle im Projekt laufenden Prozesse in Zahlen automatisiert und in Echtzeit ab. Verbessern Sie ihren Lessons Learned Prozess mit TimeTrack. Probieren Sie es einfach mit der zweiwöchigen Probeversion aus!

Risikomanagement – So bereiten Sie sich auf „unerwartete“ Ereignisse vor

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Risikomanagement

Als Projektleiter müssen Sie immer davon ausgehen, dass während der Umsetzung eines Projekts bestimmte Risiken auftreten können. Ihre Aufgabe ist es, zu entscheiden welche Haltung Sie gegenüber diesen Risiken einnehmen. Sind Sie eher risikoscheu, risikotolerant oder risikoaffin? Während viele Projektmanager grundsätzlich eher risikoscheu sind und dadurch auch Chancen auslassen, wird empfohlen, die Risiken möglichst genau zu analysieren, um auf diese vorbereitet zu sein und effektiv mit Ihnen umgehen zu können. Wie Sie die Risiken analysieren verraten wir Ihnen im folgenden Beitrag.

Allgemeines zum Risikomanagement


Unter dem Begriff „Risiko“ verstehen wir im allgemeinen die Eventualität, dass mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit (diese kann definiert oder nicht definiert werden) ein Schaden bei einer Entscheidung eintritt oder ein geplanter Erfolg ausbleibt. Sprich im Projektmanagement gehen wir bei Risiken davon aus, dass diese einen negativen Einfluss auf die Erreichung der Projektziele haben und aus diesem Grund wird versucht, diesen Risiken vorzubeugen.

Der Begriff des Risikomanagements lässt sich demnach leicht erklären, denn diese Form des Managements beschäftigt sich schlicht und einfach mit der Vermeidung des Eintrittes von Risiken beziehungsweise mit dem Umgang mit auftretenden Risiken, um deren negative Auswirkungen zu verhindern.  Risikomanagement beschreibt also alle Aktivitäten, um mit Risiken effektiv umzugehen. Dabei wird es meist in vier Stufen unterteilt: Identifizieren, Analysieren, Steuern und Überwachen. Das Identifizieren dient der Feststellung, welche Risiken im Projekt auftreten können, dazu zählen auch die unsicheren Ereignisse, die die Erreichung der Projektziele gefährden könnten.

Die Stufe der Analyse dient der Beurteilung der Risiken, sprich wie gefährlich diese einzustufen sind und welche Auswirkungen diese haben können. Die Steuerung dient der Bestimmung einer Strategie, mit der Sie die Risiken bearbeiten können und der Erstellung von Maßnahmen, welche die Gefahr von Risiken minimieren oder ganz vermeiden können. Der letzte Schritt ist anschließend die Überwachung des Projektverlaufs und wie sich die Risiken innerhalb diesem entwickeln. Auch ob neue Risiken entstehen, gehört zur Überwachung dazu.

Das Projektmanagement ist also wichtig, damit Sie im Laufe des Projekts nicht ins offene Messer laufen, auch wenn selbstverständlich nicht alle Ereignisse absehbar sind und Gefahren nicht komplett ausgeschaltet werden können. Mithilfe des Managements und der richtigen Vorbereitung lassen sich die Risiken jedoch mit vergleichsweise einfachen Maßnahmen vermeiden oder der Schaden kann reduziert werden. Da es die Aufgabe eines Projektmanagers ist, Projekte zur Zufriedenheit der Stakeholder zum Erfolg zu bringen, also eine definierte Leistung in einem Zeit- und Budgetrahmen abzuliefern, sollte das Risikomanagement auf keinen Fall zu kurz kommen, denn diese gefährden die Ziele.

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Die vier Risikoarten


Um die Risiken besser einordnen zu können, unterscheiden wir zwischen vier verschiedenen Risikoarten. Besonders wichtig zu erkennen und beobachten ist die Risikogruppe 3, denn die Risiken dieser Gruppe können zum wirtschaftlichen Kollaps führen, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt und reduziert werden.

Gruppe 1:

Diese Gruppe lässt sich unspektakulär als „normales“ Risiko beschreiben. Bei dieser Risikoart können nämlich wir davon ausgehen, dass sie unvermeidlich mit jedem Projekt verbunden ist.

Gruppe 2:

Diese Gruppe beinhaltet Risiken, die man sich leisten kann, da sie einen nicht „umbringen“. Dieses Risiko kann man sich also erlauben, da es das Projekt nicht zum Scheitern bringt, dennoch liegt es eine Stufe über der ersten Risikogruppe.

Gruppe 3:

Wie bereits erwähnt, sollte dieses Risiko auf keinen Fall eingegangen werden, da dieses das Projekt zum Scheitern bringt, wenn es eintritt. Wichtig ist also, aus diesem Risiko ein Risiko der 2. Art zu machen. Das kann beispielsweise durch eine passende Vertragsgestaltung, Hereinnahme von Partnern, Risikoabwälzung auf Dritte, Risikovorsorge oder ähnliches erfolgen.

Gruppe 4:

In diese Gruppe fallen Risiken, die man eingehen muss, weil man keine andere Wahl hat. Sie beruhen meist auf Fehlern aus der Vergangenheit und dazu zählen zum Beispiel Schicksal, Ausweglosigkeit und Tragik.

Anschließend lassen sich die Risiken innerhalb der Gruppen zusätzlich in Kategorien einteilen. Diese wären beispielsweise technische Risiken, Kostenrisiken, Terminrisiken, Ressourcenrisiken, Qualitätsrisiken, personelle Risiken, rechtliche/vertragliche Risiken und viele mehr.

Die Identifizierung der Risiken und Risikoanalyse


Bevor Sie allerdings die Risiken in Gruppen unterteilen können, gilt es an erster Stelle, diese Risiken aufzuspüren und zu identifizieren. Um das zu schaffen, gibt es verschiedene Strategien. Die bekanntesten Möglichkeiten sind Checklisten oder auch Brainstorming-Methoden, strukturierte Befragungen und viele mehr. Am besten nutzen Sie eine Kombination aus mehreren Methoden. Hier möchten wir Ihnen kurz vier der beliebtesten Methoden vorstellen:

Delphi-Methode

Die Delphi-Methode ist ein Befragungsverfahren. Zu Beginn dieser Methode muss definiert werden, was genau das Ziel der Befragung ist. In unserem Fall wäre dies die Feststellung von möglichen Risiken im Projektverlauf.  Die Delphi-Befragung kann qualitativ, quantitativ oder eine Mischung aus beiden Vorgehensweisen sein. Für die Befragung müssen Sie eine Auswahl an geeigneten Experten eines bestimmten Fachgebietes treffen. Zuvor sollte nämlich die Expertise der potentiell wichtigen Experten ermittelt werden, schließlich muss ein Mindestmaß an Fachwissen vorhanden sein, um eine Delphi-Befragung erfolgreich durchzuführen. Zudem ist es wichtig, dass die Experten untereinander in Anonymität bleiben, um Meinungsführerschaften zu vermeiden und das Revidieren, sowie Verbessern von getroffenen Urteilen zu ermöglichen.

Eine empfohlene Höchstzahl für die an der Befragung teilnehmenden Experten gibt es nicht, da diese Zahl immer themen- bzw. projektabhängig ist. Bei qualitativ ausgerichteten Befragungen empfiehlt es sich allerdings immer, auf eine zu große Anzahl an Teilnehmenden zu verzichten. Generell sollten Delphi-Befragungen aber mit mindestens 10 Experten durchgeführt werden.

Nach der Auswahl der Experten ist es Ihre Aufgabe, einen Fragebogen zu entwickelt, dessen Design wesentlich für den Erfolg der Delphi-Befragung ist. Achten Sie daher unbedingt darauf, einen Pretest durchzuführen, um den Fragebogen zu überprüfen.

Der fertige und geprüfte Fragebogen wird den teilnehmenden Experten anschließend per Post oder Mail zugesendet und in Folge mehrmals wiederholt. Um die anonymisierten Fragebögen zuordnen zu können, sollten Sie diese zuvor mit einer ID-Nummer versehen, um den Verlauf der Meinungsbildung nachvollziehen zu können.

Außerdem wichtig ist es bei der Delphi-Befragung, dass die Experten Informationen über die aus der vorherigen Runde ausgewerteten, Ergebnisse erhält, um später eine möglichst hohe Übereinstimmung zwischen den Experten zu erreichen. Denn je höher die Übereinstimmung ist desto höher ist die Sicherheit bzw. desto mehr Präzision gibt es bei der Prognose.

Eine Delphi-Befragungen nimmt zeitlich meist mehrere Monate in Kauf und ist daher mit relativ hohem Aufwand verbunden. Am Ende der Befragung steht ein Abschlussbericht, aus dem die Empfehlungen für die Praxis abgeleitet werden können.

Nominal Gruppe Technik

Die Nominale Gruppentechnik (NGT) ist eine strukturierte Methode, die eine Art Gruppen-Brainstorming ist. Ziel hierbei ist es vor allem, alle Beteiligten dazu zu motivieren, einen Beitrag zu erbringen. Durch diese Methode soll außerdem eine schnelle Feststellung und Bewertung von Problemen stattfinden und mögliche Lösungen für diese gefunden werden. Die Teammitglieder beginnen damit, ihre Ideen aufzuschreiben und dann auszuwählen, welche der Ideen sie für die besten halten.

Sobald die Teammitglieder bereit sind, stellen sie alle ihre Lieblingsidee vor und die Vorschläge werden dann von der gesamten Gruppe anhand eines Punktesystems diskutiert und priorisiert. Anschließend wird die Wichtigkeitsbewertung der Ideen von den einzelnen Gruppenmitgliedern zu den endgültigen gewichteten Prioritäten der Gruppe zusammengesetzt. Die Nominal Group Technik eignet sich vor allem, wenn einige Gruppenmitglieder eher leiser sind, denn auch diese kommen durch die Gruppenaktivität zu Wort.

Die Umsetzung der Methode ist zudem denkbar einfach. Alles, was Sie benötigen, sind Papier und Stifte für jede Person. Anschließend wird das Problem genannt (in diesem Fall die möglichen Risiken) und jedes Teammitglied überlegt sich im Stillen Lösungen oder Ideen, die ihm bei der Betrachtung des Problems in den Sinn kommen und schreibt diese in einem festgelegten Zeitraum auf. Anschließend präsentiert jedes Mitglied seine beste Idee, die dann vom Moderator auf einem Flipchart oder ähnlichem festgehalten wird und anschließend von jedem Mitglied bewertet wird. Zum Schluss werden die Vorschläge in einer Rangliste festgehalten.

SWOT-Analyse

Die SWOT-Analyse ist eine Methode der strategischen Planung. Die Analyse soll dazu beitragen, eine Strategie für das Unternehmen festzulegen, um Ressourcen etc. richtig einzusetzen, Projekte anzustoßen und Maßnahmen zu ergreifen. Sie ist deshalb ein wichtiger Baustein des Businessplans oder Geschäftsplans und zudem werden hier die Risiken und Schwächen definiert, was für das Risikomanagement von großem Vorteil sein kann.

SWOT Analyse

 

Die SWOT-Kategorien sind Stärken (Strength), Schwächen (Weakness), Chancen (Opportunities) und Risiken (Threats).

Zu den Stärken gehören die Merkmale des Unternehmens, die im Wettbewerb ein Vorteil sind oder die Ihr Unternehmen besser beherrscht als seine Konkurrenz und die Schwächen sind eben die Merkmale, die ein Nachteil sind. Unter den Chancen verstehen wir die Merkmale und Faktoren, die zu einem Vorteil für das Unternehmen werden können und noch Potenzial mit sich bringen. Die letzte Kategorie sind die Risiken, auf die Sie beim Risikomanagement natürlich das größte Augenmerk legen sollten.

Für eine SWOT-Analyse werden Informationen recherchiert, die vor allem das Umfeld des Unternehmens betreffen, wie Kundenanforderungen, technologische Entwicklungen, gesellschaftliche Trends etc. Aber auch unternehmensinterne Informationen werden festgehalten.

Soll-Ist-Analyse

Beim Soll-Ist-Vergleich arbeiten wir mit einem Vergleich der Istwerte und -leistungen mit den Werten, die unser Ziel sind, also den „Soll-Werten“. Diese Form des Vergleichs dient vor allem der Überwachung von Projekten, da hier sämtliche Merkmalsausprägungen festgestellt werden und Abweichungen sofort auffallen würden. Unabdingbar für einen Soll-Ist-Vergleich ist also die Planung. Denn nur wenn das konkrete Ziel bekannt ist, kann man den Weg zum Ziel abgleichen.

Wichtig ist es auch, Erfahrungswerte zu kennen, um sich an diesen orientieren können. Trotz genauer Planung können immer wieder vorhersehbare oder unvorhersehbare Dinge passieren, die zu einer Abweichung zwischen dem Plan und dem Ist-Zustand führen können. Sollte die Abweichung nachhaltig sein, also auch in der Zukunft gültig, dann muss die Planung angepasst werden. Für die gefundenen Abweichungen muss dann auf Ursachensuche gegangen werden, damit die geeigneten Maßnahmen eingeleitet werden, um zukünftig weitere Abweichungen zu verhindern. Genau aus diesem Grund ist die Soll-Ist-Analyse auch ein wichtiger Bestandteil des Risikomanagement-Prozesses.

Wichtig ist außerdem, wo Sie nach den Risiken suchen. Hier zeigen wir Ihnen einige Bereiche, die Sie nicht außer Acht lassen sollten.

  • Das Projektumfeld

In das Projektumfeld fallen viele potenzielle Risiken, wie ein vorgegebener Zeitrahmen, Regularien, klimatische Bedingungen etc. Die Nichtbeachtung dieser kann sehr schnell negativ Folgen mit sich bringen.

  • Stakeholder

Auch Stakeholder können Projekte zum Scheitern bringen, vor allem wenn diese einen hohen Einfluss auf das Projekt haben und diesem im ungünstigen Fall auch nicht unbedingt positiv gegenüberstehen.

  • Projektstrukturpläne

Da der Projektstrukturplan alle Arbeitspakete, die im Projekt abgearbeitet werden müssen, beinhaltet, sollte dieser genauestens unter die Lupe genommen werden. So können Sie feststellen, welche Arbeitspakete potenziell kritisch sind.

  • Ablaufpläne

Da Projekte prinzipiell immer recht zeitkritisch sind, sollten Sie sich auch genau mit dem Ablaufplan und seiner Erstellung beschäftigen. Denn erst nach der Fertigstellung des Ablaufplanes wird der kritische Pfad sichtbar und es lässt sich erahnen, welche Arbeitspakete das Projekt verzögern könnten.

  • Eigene Erfahrungen

Als letzten Punkt empfehlen wir Ihnen, auch auf Ihre eigenen Erfahrungen zu vertrauen, da Erfahrungen und das Bauchgefühl ebenfalls sehr nützliche Hilfsmittel sind, um Risikoquellen festzustellen.

Soll-Ist-Vergleich Titelbild

Die Risikobewertung


Nachdem die Risiken identifiziert und kategorisiert wurden, bleibt noch der letzte Punkt der Risikobewertung offen. Diese kam schon kurz in einigen der Identifizierungsmethoden vor, dennoch sollten Sie hier nochmal einen genaueren Blick darauf werfen. Denn dieser Punkt kann durchaus Ihre Nerven schonen und Arbeit ersparen. Das Ziel der Bewertung ist es, wie zu erwarten, die wirklich bedrohlichen Risiken zu identifizieren. Denn nicht alle gesammelten Risiken wirken sich gleichermaßen negativ auf ein Projekt aus, wie wir bei der Kategorisierung schon feststellen konnten.  Zur Bewertung von Risiken existieren zwei wesentliche Faktoren, diese sind die „Eintrittswahrscheinlichkeit“ und die „Tragweite“.

Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird im Rahmen einer Umfeldanalyse betrachtet und in Prozent angegeben. Das Vorgehen hierbei ist es, jedes Risiko zu betrachten und die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Risiko eintritt, zu schätzen. Als nächster Schritt folgt die Tragweite eines Risikos. Hierbei geht es um den Schaden, der entsteht, sobald das Risiko eintritt. Dieser Wert wird am besten in Euro anzugeben.

Nach der Feststellung dieser zwei Werte errechnen Sie das Produkt aus Eintrittswahrscheinlichkeit (EW) und Tragweite (TW), womit Sie den Risikowert erhalten und somit einschätzen können, welche der Risiken besondere Beachtung verdienen. Festhalten können Sie die Ergebnisse beispielsweise in Form eines Risikoportfolios.

Strategien zur Risikobewältigung


Nachdem die Risikobewertung abgeschlossen ist, gilt es nun eine geeignete Risikostrategie zu entwickeln. An erster Stelle steht hier die Festlegung von notwendigen Handlungsmaßnahmen, wobei zuvor abgewogen werden muss, ob sich der Aufwand für die Umsetzung einer Maßnahme in Relation zum bestehenden Risiko lohnt. Im Mittelpunkt steht also die Frage, welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, um ein Risiko effektiv zu steuern. Dabei stehen verschiedene Ansätze zur Verfügung:

  • Die Risiken akzeptieren

Dieser Ansatz ist ein eher passiver Ansatz der Risikobehandlung und wird auch als Nullposition bezeichnet. Er ist die bewusste Entscheidung, ein bestimmtes Risiko in Kauf zu nehmen, weil man es weder vermeiden noch reduzieren oder umleiten kann. Das Risiko wird dennoch kontinuierlich kontrolliert, um sicherzustellen, dass es tragbar bleibt.

  • Risiken vermeiden

Der Vorgang der Vermeidung eines Risikos wird immer mit einer Änderung innerhalb des Projekts erreicht. Die Anpassungen können im internen Prozess, bei Sicherheitsmaßnahmen, dem Austausch von Partnern und vielen weiteren Vorgängen im Projekt, erreicht werden. Wenn Ihnen ein Vorhaben zu riskant erscheint, dann geht es bei der Vermeidungsstrategie darum, eine Alternativen für eine weniger risikoreiche Durchführung zu finden oder die Durchführung vollständig zu vermeiden. Das Ziel ist es, die potenzielle Gefahrenquelle zu beseitigen oder ihr Bedrohungspotenzial zu schmälern.

  • Risiken reduzieren

Bei der Strategie des Reduzierens von Risiken geht es darum, vorausschauende Maßnahmen zu ergreifen, um die Gefahr zu mindern. Erreicht wird das beispielsweise durch technische Hilfsmittel oder Kundenbefragungen. Die Maßnahmen zielen dabei auf die Verringerung der Eintrittswahrscheinlichkeit des jeweiligen Risikos ab und versuchen zudem, diese abzuschwächen, falls sie doch eintreffen.

  • Risiken abwälzen bzw. verlagern

Bei der Abwälzung bzw. Verlagerung von Risiken ist es das Ziel, dass eine dritte Partei die teilweise oder komplette die Verantwortung übernimmt, was die finanziellen Auswirkungen betrifft. Hierfür müssen Versicherungsverträge ausgestaltet werden, beispielsweise durch einen unabhängigen Versicherungsberater. Beim Abwälzen handelt es sich somit um eine Strategie des Reduzierens, die allerdings lediglich die finanziellen Auswirkungen eines Risikoeintritts abfängt.

Die Maßnahmen im Risikomanagement


Nachdem Sie die Risiken identifiziert und bewertet haben und sich für eine Bewältigungsstrategie entschieden haben, ist es an der Zeit, Maßnahmen zu setzten. Möglichkeiten hierfür sind:

  • Ändern Sie den Projektplan oder passen Sie diesen an, um Risiken zu vermeiden oder abzuschwächen.
  • Bestimmen Sie, welche Risiken trotzdem bestehen bleiben und definieren Sie für diese Risikoverantwortliche.
  • Gestalten Sie Notfall- und Ausweichpläne für den Fall, dass Risiken eintreten.
  • Sorgen Sie dafür, dass Notfallreserven vorhanden sind.
  • Definieren Sie auch eine Reserve für Risiken, die Sie im Vorfeld nicht erkannt haben.
  • Analysieren Sie, ob durch die vorherigen Maßnahmen die Risiken bereits unter einen definierten Grenzwert gesunken sind. Falls nicht, führen Sie die Maßnahmenplanung fort.
  • Sprechen Sie mit dem Management und den Stakeholdern über die Maßnahmenplanung.

Wie genau Sie am besten an die Maßnahmenplanung herangehen, kann Ihnen leider niemand sagen. Die Methoden, Teilnehmer und wie viel Zeit Sie für die Planung benötigen, hängt ganz von der Projektgröße, der Komplexität, den verfügbaren Ressourcen und der Priorität des Projekts ab. Wie Sie bei der Maßnahmenfindung vorgehen, sollte allerdings schon im Risikomanagement festgelegt worden sein. Meist genügt eine Brainstorming-Session mit Stakeholdern und anderen Projektmitwirkenden, um einen groben Maßnahmenplan zu erschaffen. Größere Projekte können aber auch mehrere Sitzungen benötigen und das Hinzuziehen von Spezialisten benötigen.

Prinzipiell können Maßnahmen im Risikomanagement in zwei Kategorien eingeteilt werden. Diese sind die präventiven und die korrektiven Maßnahmen.

Präventive Maßnahmen

Präventive Maßnahmen sollen vorbeugend wirken und dafür sorgen, dass bestimmte Risiken gar nicht erst eintreten. Ziel ist es also, vor allem die Eintrittswahrscheinlichkeit zu senken und damit in weiteren Schritten die Auswirkungen bzw. die Schäden zu reduzieren. Um als präventiv zu gelten, muss sich die Maßnahme somit auf die Ursache des Risikos beziehen.

Korrektive Maßnahmen

Korrektive Maßnahmen werden dann ergriffen, wenn das Risiko bereits eingetreten ist, man bekämpft also nicht die Ursache. Diese Maßnahmen dienen natürlich auch der Schadensreduzierung, aber die Eintrittswahrscheinlichkeit bleibt gleich.

Sidefact: Im ersten Moment klingt es natürlich immer besser, im Vorhinein die Ursache zu bekämpfen und präventive Maßnahmen zu wählen. Das muss aber nicht immer der bessere Weg sein. Korrektive Maßnahmen sind zum Beispiel dann sinnvoller, wenn der Aufwand und die Kosten der präventiven Maßnahmen sehr hoch sind oder das Risiko eine geringe Eintrittswahrscheinlichkeit hat.

Die Überwachung im Risikomanagement


Der letzte Schritt ist es, das Projekt und die vorhandenen Ressourcen, etc. regelmäßig zu kontrollieren und weiter zu verfolgen. Das können Sie beispielsweise mit TimeTrack machen. In der App haben Sie die Möglichkeit, einen groben oder auch einen genauen Projektplan festzulegen. Nachdem das geschehen ist, aktiviert TimeTrack die Projektverfolgung und berechnet Ihre weiteren Projektfortschritte. Zudem stellt die App Soll/Ist-Vergleiche an und kann damit schnell feststellen, welche Projekte effizient und welche ineffizient sind und wo innerhalb des Projekts Abweichungen aufgetreten sind.

TimeTrack – Genaue Projektplanung

 

Die Checkliste fürs Risikomanagement


  • Sie haben sich für eine Risikohaltung entschieden
  • Die Risiken wurden mit Hilfe einer Strategie identifiziert
  • Die Risiken wurden bewertet
  • Sie haben sich für eine Strategie der Risikobewältigung entschieden
  • Sie haben sich mit der Maßnahmenfindung beschäftigt
  • Die Maßnahmen wurden umgesetzt (falls es sich um präventive Maßnahmen handelt) oder festgelegt, wie sie eingesetzt werden (bei korrektiven Maßnahmen)
  • Das Projekt wird genau verfolgt und überwacht, um über Abweichungen informiert zu bleiben
  • Das Projekt wurde erfolgreich abgeschlossen

Fazit


Wir hoffen, dass wir Sie mit diesem Beitrag auf die Risiken, die im Projektmanagement auftreten können, vorbereiten konnten und Sie nun wissen, wie Sie im Ernstfall handeln sollten. Holen Sie sich auch gerne die kostenlose 14-tägige Testversion von TimeTrack, um die zahlreichen Projektcontrolling-Vorteile dieser App zu nutzen! Gutes Gelingen!

5 Schritte zur Verbesserung der Kundenzufriedenheit

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Mitarbeiterzufriedenheit Titelbild

Hinter jedem Projekt steckt ein Kunde, den man glücklich machen will. Um die Zufriedenheit dieses Kunden zu erreichen, müssen dessen Erwartungen erfüllt werden oder idealerweise sogar übertroffen werden. Wie Sie dieses Ziel erreichen und auch wie Sie die Kundenzufriedenheit messen können, möchten wir in dem folgenden Artikel erläutern.

1. Kommunizieren Sie mit Ihren Kunden


Wenn wir von Kundenkontakt sprechen, verstehen wir darunter direkte und indirekte Kommunikation mit einem Kunden. Dieser Kontakt sollte stets höflich und kundenorientiert sein. Er soll einer freundlichen und kompetenten Beratung dienen sowie die Kundenbindung stärken und in weiterer Folge die Kundenzufriedenheit gewährleisten.

Der direkte Kundenkontakt ist der persönlichere Kontakt, da dieser verbal und meist in Form der Face-to-Face Kommunikation stattfindet. Der Vorteil ist hierbei, dass unterschwellige Botschaften mit Hilfe von Gestik und Mimik vermittelt und auch gelesen werden können. Diese Form der Kommunikation ist ideal, um klare Informationen und Fakten auszutauschen. Beim indirekten Kundenkontakt werden die Informationen nicht verbal übermittelt sondern schriftlich. Außerdem können die Botschaften aber auch zusätzlich über Anspielungen, Bilder oder ähnliches übermittelt werden. Dabei sollten Sie jedoch aufpassen, dass es nicht zu Missverständnisse kommt, da hier ein größerer Interpretationsspielraum offen bleibt.

Als guter Projektleiter sollten Sie nicht nur einen starken Führungsstil haben, um Ihr Team zu leiten, sondern auch auf Ihre Kunden achten. Dazu sollten Sie in regelmäßigen direkten Kontakt mit diesen stehen, um Feedback zum Fortschritt Ihrer Projektmanagement-Aktivitäten einzuholen und zu versuchen, weitere Informationen zur Kundenzufriedenheit erhalten. Das Konzept der Kundenzufriedenheit dient schließlich Ihnen als Projektleiter bei der Steigerung der Qualität und dabei hochwertige Produkte und Dienstleistungen zu schaffen.

2. Vergewissern Sie sich, dass die Kunden wirklich zufrieden sind


Im Projektmanagement werden die Kunden von Anfang bis zum Ende des Projekts mit eingebunden, weshalb die Kundenzufriedenheit auch sehr hoch im Programm steht. Bei der Kundenzufriedenheit geht es darum, die Wünsche der Kunden zu verstehen und so umzusetzen, dass die Erwartungen erfüllt werden. Eingeordnet wird die Kundenzufriedenheit in den Bereich des Projektqualitätsmanagements, das sicherstellt, dass alle am Projekt Beteiligten zufrieden gestellt werden.

Um einen Kunden zufriedenzustellen, gilt es, dessen Basis- und Leistungsanforderungen zu erfüllen. Als Basisleistungen bezeichnen wir die Leistungen, die der Kunde als selbstverständlich voraussetzt, wie beispielsweise die Erwartung, dass die Produkte zum vereinbarten Zeitpunkt fertiggestellt und geliefert werden oder dass ihm nichts berechnet wird, was er nicht in Auftrag gegeben hat. Diese Basisanforderungen müssen erfüllt werden, sonst kommt es zur Unzufriedenheit beim Kunden. Diese Erfüllung wird nicht extra honoriert, da sie schlicht als selbstverständlich eingestuft wird.

Leistungsanforderungen hingegen sind meist Spezifikationen einer Leistung, die sich der Kunde wünscht bzw. erwartet. Leistungsanforderungen werden kommuniziert, weshalb wir messen können, bis zu welchem Grad diese erfüllt wurden. Sie als Unternehmen können die Leistungsanforderungen des Kunden also erfüllen und sogar übertreffen und dadurch die Zufriedenheit des Kunden garantieren.

Die verschiedenen Stufen der Kundenzufriedenheit

Die Kundenzufriedenheit unterschieden wir in vier Kategorien, die allerdings nur sehr grob gegliedert sind und sich in diesen Kategorien weiter ausfächern können:

  1. Verärgerte Kunden: Wie der Name schon zeigt, sind diese Kunden sehr unzufrieden und mitunter auch wütend meist auf Grund von schief gelaufen und nicht erfüllten Basisanforderungen. Bei verärgerten Kunden können Sie davon ausgehen, dass diese nicht erneut bei Ihrem Unternehmen kaufen werden und – noch schlechter – auch anderen von ihren Erfahrungen bei Ihnen erzählen werden.
  2. Resignierte Kunden: Darunter verstehen wir Kunden, die sich nicht vollständig vom Unternehmen abwenden, aber auch nicht zufriedengestellt wurden.
  3. Zufriedene Kunden: Diese Kunden sind zufrieden mit Ihren Leistungen und kaufen gerne wieder bei Ihrem Unternehmen ein und werden, wenn Sie Glück haben, wahrscheinlich auch zu Bestandskunden.
  4. Begeisterten Kunden: Bei diesen Kunden haben Sie die Erwartungen übertroffen und Sie können davon ausgehen, dass diese Kunden Ihnen treu bleiben und Sie zudem weiterempfehlen werden.

feedback

3. Seien Sie sich der Vorteile der Kundenzufriedenheit bewusst


Die Kundenzufriedenheit spielt eine wichtige Rolle für den eigenen Erfolg eines Unternehmens. An erster Stelle steht die Tatsache, dass zufriedene Kunden kaufen und auch wieder kommen. Kundenzufriedenheit sorgt quasi einerseits für Umsatz und spart auch gleichzeitig Geld, denn neue Kunden zu gewinnen ist teurer, als bestehende Kunden zu halten. Außerdem heben Sie sich durch begeisterte Kunden von der Konkurrenz ab, denn Sie können davon ausgehen, dass Ihre Kunden Sie weiterempfehlen. Kundenzufriedenheit kann also aus unternehmerischer Sicht nicht hoch genug eingestuft werden und Sie sollten stets versuchen diese zu steigern. Versuchen Sie auch, unzufriedene Kunden zu überzeugen und zurückzugewinnen, denn auch das wirkt sich positiv auf Ihren Ruf aus.

Mit Hilfe von Time-Track können Sie alle Vorgänge innerhalb eines Projekts dokumentieren und verfolgen, damit Sie stets wissen, ob Sie sich im geplanten Zeitraum bewegen. Zusätzlich macht die App es Ihnen möglich, sofort einen Soll-Ist-Vergleich durchzuführen. Diese Analyse zeigt Ihnen noch spezifischer, ob Sie auf dem richtigen Weg sind und alle Ziele erreicht werden, was wiederum die Kundenzufriedenheit garantiert.

4. Messen Sie die Kundenzufriedenheit


Um zu wissen, wie zufrieden die Kunden mit der Leistung Ihres Unternehmens sind, sollte die Kundenzufriedenheit regelmäßig gemessen werden. Um diese zu messen, gibt es verschiedene Methoden und Kennzahlen, die wir Ihnen hier erläutern möchten.

Kundenzufriedenheitsumfragen

Eine Möglichkeit, die Zufriedenheit festzustellen, ist in Form von Umfragen. Um eine möglichst ehrliche Meinung zu erhalten, sollten Sie auf eine schriftliche Befragung zurückgreifen. Hierbei können Sie nämlich ausschließen, dass Ihre Kunden Sie der Höflichkeit halber anschwindeln.

Bei den Kundenzufriedenheitsumfragen gibt es verschiedene Varianten. Dazu zählen die E-Mail-Umfragen, die Sie detailliert gestalten können oder In-App-Umfragen, bei denen die Kunden direkt Feedback geben können. Ein ebenfalls oft genutztes Verfahren ist die Umfrage direkt nach erhaltenem Service per Mail oder Live-Chat.

Customer Satisfaction Score

Die bekannteste Kennzahl der Messung der Kundenzufriedenheit ist der Customer Satisfaction Score (CSAT). Hierbei handelt es sich um eine Performance-Kennzahl, mit der die Höhe der Kundenzufriedenheit in Prozent ausdrückt werden soll. Bei der CSAT-Methode bewerten Kunden anhand einer Skala verschiedene Leistungen Ihres Unternehmens und aus der durchschnittlichen Bewertung wird anschließend der Score ermittelt. Normalerweise umfasst die CSAT-Skala Werte von 1–5, aber auch 1-10 ist möglich. Eine größere Skala führt allerdings nicht unbedingt zu genaueren Ergebnissen, da eine kleinere Skala die Teilnehmer zwingt, sich deutlicher zu ihrer Position zu bekennen. Die Zahlen stehen dabei für verschiedene Grade der Zufriedenheit von „sehr unzufrieden” bis „sehr zufrieden”.

Berechnet wird der Wert mit der Anzahl Ihrer zufriedenen Kunden (die 4 oder 5 angegeben haben) geteilt durch die Anzahl aller Antworten auf diese Frage. Dann multiplizieren Sie dieses Ergebnis mit 100 und erhalten somit den CSAT-Score.

Net Promoter Score

Eine weitere beliebte Methoden ist die Messung des Net Promoter Score (NPS), der primär die Kundenbindung misst. Die Kunden werden hier dazu befragt, wie wahrscheinlich es ist, dass sie Ihr Unternehmen weiterempfehlen würden. In der Regel bewegt sich die Skala hierbei von 0 (sehr unwahrscheinlich) bis 10 (äußerst wahrscheinlich). Die Antwortmöglichkeiten ergeben dann drei grundlegende Kategorien. 9-10 bezeichnen wir als Promotoren, 0-6 als Detraktoren und 7-8 als Indifferente.

 Um den Score zu erhalten, berechnen Sie zunächst, wieviel Prozent der Befragten Promotoren sind und wie viel Prozent Detraktoren sind. Anschließend ziehen Sie die Zahl der Detraktoren von der Zahl der Promotoren ab und erhalten den Net Promoter Score.

Customer Effort Score (CES)

Der Customer Effort Score ermittelt, ob die Interaktion mit Ihrem Unternehmen vom Kunden als kompliziert wahrgenommen wurde. Dabei werden eventuelle Schwachstellen im Kundenerlebnis identifiziert, damit in Zukunft eine Lösung für diese gefunden werden kann. Den Befragten wird hierbei eine Skala mit Antwortmöglichkeiten von „Stimme überhaupt nicht zu” bis „Stimme absolut zu” vorgelegt und die Fragen dem für Sie relevanten Bereich angepasst. Es müssen aber einige Kriterien erfüllt werden, um den CES für Ihr Unternehmen auch effizient ermitteln zu können. Dazu zählen eindeutige Formulierungen, verständliche Sprache und neutrale Fragestellungen, um niemanden zu beeinflussen.

„Things Gone Wrong“

Als „Things Gone Wrong“-Kennzahl bezeichnet man die Messung der Zahl an Beschwerden pro 100, 1.000 oder 100.000 verkauften Einheiten Ihres Produkts. Im schlechtesten Fall liegt die Kennzahl der „Things Gone Wrong“ bei 1 oder höher, was bedeuten würde, dass mindestens eine Beschwerde pro verkaufter Einheit Ihr Unternehmen erreicht.

Social-Media-Monitoring

Mit Hilfe von Social-Media werden die Beziehungen zwischen Unternehmen und ihren Kunden immer persönlicher, direkter und natürlicher. Auf der anderen Seite besteht hier das Risiko, dass sich auch schlechte Erfahrungen mit Ihrem Unternehmen viel schneller verbreiten und potenzielle Kunden abschrecken können.

Um dem vorzubeugen, sollten Sie sich auch in den sozialen Netzwerken stets um die Kundenzufriedenheit bemühen. Beim Social-Media-Monitoring versuchen Sie, mit externen Diensten herauszufinden, ob der Name Ihres Unternehmens in den sozialen Medien genannt wird. Dafür bieten sich die folgenden Tools zur Messung an:

Mention

Mention ist ein Monitoring-Tool, mit dem Sie einen beliebigen Suchbegriff wie Ihren Unternehmens- oder Produktnamen verfolgen können und sich über die Treffer zu diesen per Mail benachrichtigen lassen können.

Socialmention

Socialmention ist eine Echtzeit-Suchmaschine, mit der Sie beliebige Begriffe recherchieren können, woraufhin Ihnen die nutzergenerierten Inhalte der Ergebnisse der letzten sechs Wochen präsentiert werden.

Google Alerts

Mit Google Alerts können Sie bestimmte Suchbegriffe tracken, denen Sie gerne folgen möchten. Sie können beispielsweise den Namen Ihres Unternehmens bzw. Ihrer Marke oder Ihres Produkts verfolgen und werden anschließend regelmäßige Benachrichtigungen per E-Mail erhalten, die über neue Suchergebnisse zu den festgelegten Suchbegriffen informieren. Damit erfahren Sie immer sofort, in welcher Form Ihr Unternehmen im Netz erwähnt wird.

Social-Media-Monitoring auf Facebook, Instagram und Twitter

Auf Facebook, Instagram und Twitter können Sie schnell und einfach auf die bereits integrierten Analytics für Geschäftskunden zugreifen, um das Verhalten Ihrer Besucher und Abonnenten zu verfolgen.

Produktivität Titelbild

5. Arbeiten Sie laufend an der Zufriedenheitssteigerung


Da die Steigerung der Kundenzufriedenheit immer das Ziel sein sollte, widmen Sie sich am besten den folgenden Punkten zur Zufriedenheitssteigerung.

1. Bedürfnisse des Kunden

Wie fast immer im Leben erreicht man Zufriedenheit am ehesten, wenn alle Bedürfnisse erfüllt werden. Um diese Aufgabe in Angriff zu nehmen, müssen Sie diese Bedürfnisse des Kunden überhaupt erst einmal kennenlernen und verstehen. Denn das Verständnis für die Bedürfnisse ist einer der Hauptpunkte im Beziehungsmanagement. Erkundigen Sie sich also genau, was Ihr Kunde erwartet, damit Sie die richtigen Leistungen bieten können. Da die Basisanforderungen relativ klar sein sollten, müssen Sie genauer auf die gewünschten Leistungsanforderungen eingehen. Um diese Fragen zu beantworten, geben Sie dem Kunden die Möglichkeit, qualitativen Output zu äußern. Sprich, lassen Sie diese frei formulieren, was sie sich von Ihnen wünschen und wo ihre Prioritäten liegen.

2. Feedback

Wichtig ist auch, dass Sie Ihren Kunden nicht nur nach Wünschen und Ansprüchen in Bezug auf das Projekt/Produkt befragen, sondern auch ganz konkret zu der Erfahrung mit Ihrem Unternehmen. Finden Sie heraus, was ihm an Ihrer Arbeitsweise am meisten gefällt und was ausbaufähig wäre. Dafür eignet sich beispielsweise die Erstellung von Umfragen, die Sie per E-Mail versenden um präzises Feedback und Verbesserungsvorschläge zu erhalten.

Außerdem geben Sie so auch dem Kunden Raum, der negative Erfahrungen mit Ihrem Unternehmen gemacht hat. Auf diesen sollten Sie ebenfalls eingehen, denn wenn dieser sich in seiner Kritik ernstgenommen fühlt, ist er auch eher bereit, Ihnen noch eine weitere Chance zu geben. Außerdem wird er dadurch nicht mehr den Drang verspüren, seine negative Meinung öffentlich zu verbreiten und somit Ihrem Ruf zu schaden.

3. Liefern Sie Informationen und Antworten

Achten Sie darauf, Ihre Kunden regelmäßig mit konkreten Informationen zu versorgen, denn nichts ist frustrierender für diese, als wenn sie ständig selber nachfragen müssen. Halten Sie die Fortschritte und Informationen am besten auf Ihrer Webseite fest oder senden Sie eine Art Newsletter aus. Falls die Kunden doch einmal individuelle Anliegen haben, sorgen Sie dafür, dass Sie regelmäßige Kundengespräche anbieten können und kurzfristig telefonisch, per Mail, Live-Chat oder ähnlichem zu erreichen sind, damit die Fragen persönlich geklärt werden können. Sie können zudem auch Ihren Kunden Zugriff auf Ihr Unternehmensprofil in der App TimeTrack bieten. Hier haben diese dann die Möglichkeit, die Abläufe nachzuverfolgen und festzustellen ob die Fertigstellung aller Arbeitspakete fristgerecht erfolgt.

4. Nutzen Sie soziale Medien

Social-Media Plattformen eignet sich gut dafür, die Stimmung und Meinung in Bezug auf Ihr Unternehmen, Ihr Produkt oder Ihre Marke einzufangen. Beispielsweise indem Sie die Tonalität von entsprechenden Beiträgen auswerten. Zudem können Sie über soziale Medien mit Ihren Kunden und potenziellen Kunden in Kontakt treten. Das funktioniert beispielsweise über reguläre Beiträge, Umfragen oder auch Live-Videos.

5. Beeindrucken Sie Ihre Kunden

Wie Sie bereits an den vier Stufen der Kundenzufriedenheit gesehen haben, sind „zufriedene“ Kunden nicht das höchste der Gefühle, denn auch diese können übertroffen werden. Im Idealfall sorgen Sie für begeisterte Kunden, die eine emotionale Beziehung zu Ihrem Unternehmen aufbauen und zu treuen Stammkunden werden. Setzten Sie es sich also als Ziel, die Erwartungen der Kunden zu übertreffen. Eine Möglichkeit um Ihre Kunden zu begeistern, sind beispielsweise handgeschriebene Dankes- oder Geburtstagskarten und kleine Aufmerksamkeiten, mit denen Sie Ihre Wertschätzung kommunizieren können. Aber auch Kulanz, zum Beispiel bei kurzen Zahlungsverzögerungen oder Rückgabewünschen, kann einen entsprechenden Effekt haben und sich positiv auf das Kundenerlebnis auswirken.

6. Nutzen Sie Fokusgruppen

Um einen genaueren Einblick über die Meinung zu Ihrem Unternehmen zu erhalten, können Sie Fokusgruppen bilden. Damit gemeint sind Mitglieder Ihrer Zielgruppe, die Ihre Leistungen gegen ein Entgelt bewerten. Dabei sitzen die Bewertenden Ihnen direkt gegenüber und das bietet diesen die Möglichkeit Nachfragen zustellen sowie Gestik und Mimik zu interpretieren. Hierbei müssen Sie das Gespräch auch nicht zeitlich eingrenzen, da die Probanden ja dafür vergütet werden. Bei einer regulären Kundenbefragung wollen Sie den Teilnehmern in der Regel so wenig Zeit wie möglich stehlen und halten die Fragen daher entsprechend kurz. Mit Hilfe einer Fokusgruppe können Sie Feedback in aller Ausführlichkeit einholen und auch gezielt Details erfragen. Außerdem geben Fokusgruppen eher ungeschöntes Feedback und konfrontieren Sie mit der ungeschminkten Wahrheit, während sich viele Kunden in entsprechenden Umfragen nicht immer trauen, so ehrlich zu sein.

7. Achten Sie auf die Konkurrenz

Falls unzufriedene Kunden zu Konkurrenten abwandern, von denen sie sich bessere Leistungen erhoffen, versuchen Sie herauszufinden, was Ihre ehemaligen Kunden an der Konkurrenz reizt. Informieren Sie sich dazu auf deren Website und vielleicht auch vor Ort um nachzuvollziehen, wie es zu der Kundenentscheidung kam.

Fazit


Wie Sie in diesem Artikel festgestellt haben, gibt es verschiedenste Arten, um die Kundenzufriedenheit zu messen. Tatsache ist, dass die Kundenzufriedenheit in einem Unternehmen immer hoch im Kurs stehen sollte, da diese viele Vorteile mit sich bringt! Um die Kunden regelmäßig über die Fortschritte innerhalb des Projekts informieren zu können und damit auch Sie selber die Entwicklung stets im Blick haben, testen Sie gerne unsere kostenlose 14-tägige Testversion von TimeTrack und entdecken Sie die vielen Möglichkeiten, die die App mit sich bringt und so Ihre Arbeit erleichtert.

Gesetzliche Pausen: für eine gesunde Arbeitsweise und mehr Produktivität

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Pausen und Produktivität

Inhaltsverzeichnis


Es geht wieder los am Montag um acht Uhr, das nächste Projekt startet und der Stressfaktor steigt, um alles so schnell und effizient wie möglich zu erledigen. An solchen Tagen ist oft keine Zeit für eine Pause, obwohl diese gerade an solchen Tagen unbedingt einzuhalten sind.

Im Folgenden erfahren Sie, warum Ruhepausen wichtig sind und wie sie die Produktivität verbessern können. So können Sie sicherstellen, dass während der Arbeitszeit auch tatsächlich Arbeit verrichtet wird; in den Pausen jedoch auch eine Pause gemacht wird!

Die Pause in kurz erklärt

Eine Pause ist währen der Arbeit für Angestellte Pflicht und so vom Gesetz vorgeschrieben. Ruhepausen von jeweils mindestens 15 Minuten müssen nach sechs Stunden Arbeitszeit zwingend eingelegt werden. Bei mehr als neun Stunden Arbeitszeit muss diese Pause mindestens 45 Minuten betragen. Die gesetzliche Pausenregelung führt zu zufriedenen Mitarbeitern, was das Personalrecruiting ungemein vereinfacht!

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Was bedeutet Produktivität?

Produktivität ist ein vielschichtiger Begriff und wird in verschiedenen Fachbereichen des Arbeitstages unterschiedlich definiert. In der Betriebswirtschaftslehre wird die Verhältnismäßigkeit zwischen Input und Output als Indikator für die Produktivität betrachtet. Input ist hierbei jegliches, was für den Arbeitsprozess benötigt wird, während Output die tatsächlich erbrachte Leistung ist.

Da jedes Unternehmen als primäres Ziel eine möglichst hohe Gewinnausschüttung hat, sollte der Input möglichst niedrig und der Output möglichst hoch sein. Faktoren wie Mitarbeitermotivation, Konzentrationsfähigkeit und Leistungsbereitschaft können durch geringen Aufwand (Input) ohne finanziellen Ballast eine direkte Steigerung der allgemeinen Produktivität bewirken.

Ruhepausen sind ein wichtiger Faktor, um Leistungsfähigkeit und Produktivität während der Arbeitszeit zu steigern. Das Arbeitszeitgesetz sieht gesetzliche Pausenzeiten vor, die von Arbeitnehmern und Arbeitgebern einzuhalten sind. Arbeitnehmer haben das Recht auf Ruhepausen bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs Stunden, die mindestens 30 Minuten betragen müssen.

Arbeitgeber sind verpflichtet, ihre Mitarbeiter auf diese Pausenzeiten hinzuweisen und sicherzustellen, dass sie eingehalten werden. Pausenregelungen können auch durch Betriebsvereinbarungen oder das Arbeitsrecht festgelegt werden.

Arbeitszeit und Pausenregelungen: Wie sie die Produktivität beeinflussen

Gesetzliche Pausenzeiten einzuhalten hat einen enormen Einfluss auf die eigene Produktivität und die Vitalität. Arbeitnehmer haben das Recht auf eine Pause während ihrer Arbeitszeit, um ihre Leistung zu steigern und ihre Gesundheit zu erhalten. Das Arbeitszeitgesetz schreibt vor, dass Arbeitnehmer nach sechs Stunden Arbeitszeit mindestens 30 Minuten Pause einlegen müssen.

Bei einer Arbeitszeit von mehr als neun Stunden sind es sogar 45 Minuten. Gesetzliche Pausenzeiten von mindestens 30 Minuten sind wichtig, um sicherzustellen, dass Arbeitnehmer genügend Zeit haben, um sich zu erholen und ihre Konzentration aufrechtzuerhalten.

Das Bild zeigt einen entspannten Mann, der sich zurücklehnt und die Augen schließt.

Pausen und Motivation: Das Gedächtnis verbessern

Neben der Erholung tragen Ruhepausen auch zur Motivation bei. Eine kurze Pause kann dazu beitragen, das Dopamin- und Adrenalinverhältnis zu erhöhen und so die Motivation zu steigern. Arbeitnehmer können auch ihre Teambindung und Zufriedenheit am Arbeitsplatz erhöhen, indem sie ihre Pause gemeinsam mit ihren Kollegen verbringen.

Das Gehirn arbeitet in verschiedenen Leistungsbereichen, darunter das Arbeitsgedächtnis, das wichtig für die Aufnahme, Verarbeitung und Speicherung von Informationen ist. Wenn das Arbeitsgedächtnis vollständig ausgelastet ist, kann es schwierig sein, weitere Informationen aufzunehmen und zu verarbeiten. Durch das Einlegen eine Pause können Arbeitnehmer ihr Arbeitsgedächtnis entlasten und die Verarbeitung der gewonnenen Informationen fördern.

Leistungsmanagement des Arbeitgebers und Arbeitnehmers

Eine angemessene Pausenregelung ist von entscheidender Bedeutung, um die Vitalität und Leistungsfähigkeit von Arbeitnehmern zu erhalten. Diese Pausenzeit kann in Zeitabschnitte von jeweils mindestens 3 Stunden aufgeteilt werden, wobei jeder Zeitabschnitt jeweils mindestens 15 Minuten Pause umfassen muss.

Die gesetzlichen Pausenzeiten sind daher unabhängig von der Dauer der Arbeitszeit und stellen eine wichtige Regelung im Arbeitszeitgesetz dar. Arbeitgeber müssen sicherstellen, dass ihre Mitarbeiter ausreichend Zeit für Ruhepausen haben und sollten daher auch eine Arbeitspausenregelung aufstellen, die über die gesetzlichen Vorschriften hinausgeht, um die Erholung der Angestellten zu gewährleisten.

Wenn die Arbeitszeit mehr als 9 Stunden beträgt, muss mindestens 45 Minuten Pause gemacht werden. Wenn die Arbeitszeit von mehr als elf Stunden beträgt, müssen die Arbeitnehmer mindestens 90 Minuten Pause machen, aufgeteilt in Zeitabschnitte von jeweils mindestens 15 Minuten.

Das Arbeitszeitgesetz regelt auch die Ruhezeiten der Angestellten. Zwischen zwei Arbeitstagen müssen mindestens elf Stunden liegen, in denen die Arbeitnehmer nicht arbeiten müssen. Diese Regelung soll sicherstellen, dass Arbeitnehmer genügend Zeit zur Erholung haben, um eine optimale Leistung am Arbeitsplatz zu erbringen.

Arbeitgeber sind gesetzlich verpflichtet, die Arbeitszeitregelungen einzuhalten und ihre Mitarbeiter über ihre Rechte und Regeln bezüglich der Pausen- und Ruhezeiten zu informieren. Dies ist nicht nur im Sinn der Gesundheit und des Wohlbefindens der Arbeitnehmer, sondern trägt auch zur Erhaltung einer hohen Leistung bei.

Um sicherzustellen, dass die Pausenregelungen eingehalten werden, können Arbeitgeber eine Betriebsvereinbarung oder Regelung aufstellen, die die Definition von Arbeitspausen und Ruhezeiten beinhaltet. Der Betriebsrat und das Arbeitsschutzgesetz können ebenfalls dazu beitragen, dass die Gesetze eingehalten werden und die Angestellten ausreichend Zeit für Erholungspausen haben.

Das Bild zeigt eine Gruppe von Menschen in einem freundlichen Gespräch in einem Büro.

Arbeitszeitgesetz in Deutschland: Mindeststandards für Pausen nach §4

In Deutschland sind gemäß dem Arbeitszeitgesetz (ArbZG) die Vorgaben des §4 zur Einhaltung von Ruhepausen verbindlich. Die Regelungen im §4 stellen dabei lediglich Mindestanforderungen dar, d.h. längere oder zusätzliche Pausen können vom Arbeitgeber angeboten werden. Es gibt jedoch branchenspezifische Ausnahmeregelungen, die vom §4 des ArbZG abweichen können.

Wie oft sollten Sie Pausen machen? Es gelten folgende Mindeststandards für Ruhepausen gemäß der Gesetzeslage:

  • Bei einer Arbeitszeit von bis zu sechs Stunden sind Pausen nicht zwingend erforderlich, aber möglich.
  • Bei einer Arbeitszeit von sechs bis neun Stunden muss eine Pause von mindestens 30 Minuten eingelegt werden.
  • Bei einer Arbeitszeit von mehr als neun Stunden verlängert sich das erlaubte Pausenfenster um mindestens 15 Minuten.
  • Nach einer Arbeitszeit von maximal zehn Stunden ist eine Ruhepause von mindestens 11 Stunden vorgeschrieben.
  • Die Pausenzeiten müssen transparent kommuniziert werden und für Arbeitnehmer:innen im Vorhinein einsehbar sein. Da Pausen als verpflichtend gelten, werden sie nicht als Teil der offiziellen Arbeitszeit gezählt. Tariflich vereinbarte Regelungen können jedoch Ausnahmen darstellen.

Arbeitgeber sind verpflichtet, die Vorgaben des §4 (ArbZG) einzuhalten. Bei Verstößen handelt es sich um Ordnungswidrigkeiten, die gemäß §22 (ArbZG) mit Geld- oder Freiheitsstrafen geahndet werden können.

Eine effektive Pausenregelung für mehr Produktivität

Die Pausenregelung ist ein wichtiger Bestandteil der Arbeitszeit. Arbeitnehmer haben ein Recht auf Ruhepausen, welche vom Gesetzgeber in Form von gesetzlichen Pausen- und Ruhezeiten vorgeschrieben sind.

Arbeitgeber können Pausenregeln in Form von Betriebsvereinbarungen oder Arbeitspausen definieren, um sicherzustellen, dass die Arbeitsunterbrechungen den Bedürfnissen der Mitarbeiter entsprechen. Die gesetzlichen Pausenzeiten müssen jedoch immer eingehalten werden.

Es ist wichtig, dass Arbeitnehmer ihre Pausen regelmäßig einhalten, um Erschöpfung und Überlastung zu vermeiden. Die Regelung von Pausenregelungen sollte nach Wunsch von Arbeitnehmern und Arbeitgebern liegen, um die Vitalität und Leistung der Mitarbeiter zu fördern.

Die Pausenregelung mit TimeTrack

Wenn es um das Einhalten und Planen der Arbeitszeit geht, bieten verschiedene Intervallprozesse eine hilfreiche Methode. Eine besonders effektive Methode ist die sogenannte 52-17 Methode, bei der das Arbeitszeitintervall so konstruiert wird, dass man 52 Minuten aktiv und konzentriert arbeitet und dann eine Pause von 17 Minuten einlegt. Die genaue Zeitplanung ist entscheidend und kann durch Zeiterfassungstools wie TimeTrack schnell und zuverlässig ermöglicht werden.

So ist es besonders sinnvoll für grössere Unternehmen mit einer solchen Software zu arbeiten und so die Arbeitsunterbrechung und die Arbeitsdauer genau festzulegen. Nicht nur kann so die Regel der Arbeitszeiterfassung und Pausenzeiten besser eingehalten werden, sondern die Pause ist so auch eine gezielte Ruhepause und nicht nur eine Arbeitspause!

Mit TimeTrack können Sie je nach Job und Projekt Pausenzeiten einteilen, sowie den Stellenbesetzungsplan automatisch einteilen. Mit der Software habe Sie die Dauer der Pausen von Beginn an festgelegt und können so min. Pausenzeiten festlegen, bzw. max. Pausenzeiten regeln.

Fazit

Es ist wichtig zu beachten, dass Pausen mehr als nur ein Luxusgut sind – sie sind gesetzlich vorgeschrieben und dienen einem guten Grund! Wer seine Pausen gut strukturiert und sich an die gesetzlichen Pausenzeiten hält, vermeidet berufliche und gesundheitliche Konsequenzen wie das Burnout. Durch das Nutzen von Intervallmethoden wie der 52-17 Methode kann man seine persönliche Produktivität mit minimalem Input deutlich steigern und sogar perfektionieren.